Ich bin, also denke ich.

Leider gehört es zu den vielen Kleinigkeiten an mir, dass ich oft und viel denke. Manchmal vermutlich auch zu viel.

Aktuell mache ich mir Gedanken, wie verschiedene Dinge weitergehen mögen. Ich hatte das große Glück nach meinem Studium nur sehr kurz ohne Arbeit zu sein und jetzt in einer Unternehmung zu arbeiten, die meiner Schaffenskraft nicht nur einen akzeptablen Wert beimisst. Vielmehr stehe ich auch als Mensch – und zwar als lernfähiges und lernwilliges – Wesen im Vordergrund. Dinge, die ich in meinem bisherigen Dasein noch nicht aktiv betrieben habe, aber für meine Arbeit praktisch können sollte, werden mir entsprechend gezeigt und ich übernehme Schritt für Schritt die Verantwortung für meinen Bereich, der vom Unternehmen angestrebt wird.

Das einzige, was mich daran etwas stört ist der lange Fahrtweg und vor allem die Sorge um die „Transportfähigkeit“ der Berliner S-Bahn wenn es denn wieder mal richtig strenger Winter werden sollte. Schon jetzt erlebe ich an einigen Tagen Ausfälle und Verspätungen, Linienverkürzungen etc. auf Grund „technischer Probleme“. Und dabei ist es noch nicht einmal richtig winterlich! Im großen und ganzen ist es sogar noch vergleichsweise mild – nur eben entsprechend feucht. Herbst eben! Andererseits erwäge ich derzeit keinen Umzug. Zum einen, weil ich noch sehr günstig wohne (preislich, im Vergleich zu Berliner Mieten als solches). Zum anderen aber auch, weil ein Umzug extreme Kosten auslöst (man muss allgemein irgendwelche Genossenschaftsanteile „kaufen“ oder eine nicht kleine Kaution hinterlegen und dann eben der Umzug an sich). Gleichzeitig habe ich in meinem Arbeitsvertrag aber auch noch eine sechsmonatige Probezeit vermerkt (ich gehe aber nicht davon aus, dass etwas vorfällt, was zu einer Probezeitkündigung führt!). Aber man weiss ja nie!

Zum anderen bedrückt mich ein wenig das Problem mit dem weiblichen Geschlecht. Auf dieser Ebene bin ich nach wie vor eher schüchtern. Wobei… nicht nur eher sondern vollkommen. Irgendwie schaltet sich aber auch bei jedem Weibchen, dass mir zunächst einmal optisch gefällt, sofort mein „dummer“ Verstand dazwischen. Sie könnte sich fürchten von einem fremden angesprochen zu werden (nicht unbegründet, wenn man sich mal die ganzen Meldungen anschaut, bei denen junge Frauen Opfer von Gewalttaten durch „fremde“ Männer werden). Oder sie könnte einen unpassenden Charakter haben (ich brauche unbedingt eine Frau mit der ich auch diskutieren kann und die vor allem bestrebt ist, auch ein eigenes Leben zu führen – keinesfalls jedoch jemand, der zu allem „Ja und Amen“ sagt, was ich womöglich vorschlage und für gut befinde).

Ein Problem dabei ist sowieso, dass mich eigentlich Äusserlichkeiten sowieso maximal fünf Minuten begeistern. Ich habe es lieber, wenn ich jemanden langsam kennenlerne, mit – in dem Fall ihr – rede und sich somit auch herausstellt, ob eine gewisse fundierte Basis besteht. Man also Themen hat, die man gemeinsam spannend findet. Wobei nicht alles hundert prozentig übereinstimmen muss. Im Gegenteil, jeder sollte für seinen Geschmack ein Hobby oder so etwas haben, damit man sich nicht ständig auf der Pelle hockt und sich nach kürzerer Zeit auf den Geist geht! Letztendlich hätte man sich sonst auch relativ rasch nichts mehr zu erzählen.

Daraus folgt, dass ein Problem die „Weibchensuche“ darstellt. Relativ komplex eben gerad weil ich nicht die erstbeste möchte und auch eine gewisse Anlaufzeit benötige. Gleichwohl „funkt“ mir eben die Arbeit so ein bisschen dazwischen – wer um 6 Uhr morgens aufsteht und ab 8 im Büro arbeitet, dazu selten vor 17 Uhr Feierabend macht und nicht vor 19 Uhr wirklich zu Hause ist, hat eben danach noch wenig Interesse und Zeit bzw. Kraft sich auf die Suche zu begeben.

Im Endeffekt wird dies wohl noch ein längerfristiges Manko sein – auch wenn inzwischen finanziell die eine oder andere Aktivität möglich wäre…

 

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Gedanken

Von admin

Der Umstand, fast als Aprilscherz 1982 geboren zu sein, spiegelt sich in der humoristischen Veranlagung von Dennis wider. Seit seinem 16. Lebensjahr erfüllt sich diese "Begabung" auch immer wieder in Kurzgeschichten und Gedichten, die um die Jahrtausendwende zeitweise sogar Eingang in kleinere Literaturmagazine fanden. Mit dem Blog WortErZähler versucht er nun, sich wieder verstärkt dem Hobby "Schreiben" zu widmen und dabei zeitgleich eine Brücke zu modernen Kommunikationsmöglichkeiten zu schlagen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert